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Nahaufnahme schwarzer Solarmodule, im Glas spiegeln sich Wolken
PV, Speicher und Wallbox

Lohnt sich Photovoltaik in Köln? Ein offenes Rechenbeispiel

Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaikanlage in Köln, Schritt für Schritt gerechnet. Unser Beispiel für ein Süddach ergibt rund 1.230 € Nutzen im Jahr.

oder per E-Mail: kontakt@photovoltaik-anlage-koeln.de

Eine Photovoltaikanlage mit 8 kWp auf einem Kölner Süddach bringt nach unserer Beispielrechnung rund 1.230 € im Jahr. Davon sind rund 784 € eingesparte Stromkosten und rund 448 € Einspeisevergütung. Die Anschaffung kostet nach den Mittelwerten der Verbraucherzentrale NRW rund 14.560 €, ohne Umsatzsteuer, weil für Anlagen bis 30 kWp auf Wohnhäusern 0 % gelten.

Ob sich das für Ihr Haus rechnet, hängt vor allem davon ab, wie viel Solarstrom Sie selbst verbrauchen, wohin Ihr Dach zeigt und was Sie heute für Strom bezahlen. Jede dieser Größen steht unten mit Wert und Quelle, damit Sie die Rechnung mit Ihren eigenen Zahlen wiederholen können.

Mit welchen Annahmen wir rechnen

Wir rechnen mit einer Anlage von 8 kWp, also 8 Kilowatt Spitzenleistung, auf einem Süddach mit 35 Grad Neigung. Alle anderen Werte stammen aus öffentlichen Quellen mit Stand 2026.

Annahme Wert Quelle
Anlagengröße 8 kWp, Süd, 35° Annahme für ein Einfamilienhaus
Ertrag in Köln 1.038 kWh je kWp im Jahr PVGIS 5.3 der EU-Kommission
Jahresertrag 8.304 kWh 8 × 1.038 kWh
Eigenverbrauch ohne Speicher 30 % Verbraucherzentrale, Spanne 20 bis 30 %
Strompreis 31,48 ct je kWh RheinEnergie, Grundversorgung ab 01.01.2026
Einspeisevergütung 7,70 ct je kWh Bundesnetzagentur, Inbetriebnahme bis 31.12.2026
Anschaffung 14.560 € 8 × 1.820 € je kWp, Verbraucherzentrale NRW

Die 30 % Eigenverbrauch sind der obere Rand der Spanne, die die Verbraucherzentrale für einen Vierpersonenhaushalt mit einer 5-kWp-Anlage nennt. Bei 8 kWp und einem kleineren Haushalt kann der Anteil niedriger liegen, dann sinkt auch der Nutzen. Der Strompreis von 31,48 ct gilt für die Grundversorgung im Netz der RheinNetz; wer einen anderen Tarif hat, setzt seinen eigenen Arbeitspreis ein.

So setzt sich der Nutzen von 1.230 € zusammen

Rund 784 € kommen aus selbst verbrauchtem Strom und rund 448 € aus der Einspeisung. Gerechnet ist das vor laufenden Kosten.

Posten Rechnung Betrag im Jahr
Selbst verbrauchter Strom 2.491 kWh × 31,48 ct rund 784 €
Eingespeister Strom 5.813 kWh × 7,70 ct rund 448 €
Zusammen rund 1.230 €

Der Eigenverbrauch bringt fast zwei Drittel des Betrags, obwohl er nur 30 % des erzeugten Stroms ausmacht. Der Grund liegt im Preisabstand, denn jede selbst genutzte kWh ersetzt Netzstrom zu 31,48 ct, während eine eingespeiste 7,70 ct bringt. Den Grundpreis der RheinEnergie von 277,33 € im Jahr zahlen Sie weiter, die Anlage senkt nur den Verbrauchsanteil der Rechnung.

Steuern muss die Rechnung nicht abziehen. Erlöse aus Anlagen bis 30 kWp je Wohneinheit sind nach § 3 Nr. 72 EStG einkommensteuerfrei, und beim Kauf fällt auf Module, Wechselrichter und Montage keine Umsatzsteuer an. Die 448 € Vergütung kommen damit vollständig bei Ihnen an, die Auszahlung übernimmt in Köln die RheinNetz.

Wie stark der Strompreis die Rechnung verschiebt

Je teurer Ihr Strom, desto mehr ist jede selbst verbrauchte kWh wert. Im Kölner Netz liegt die Grundversorgung mit 31,48 ct unter dem Bundesschnitt von 37,0 ct, den der BDEW für 2026 ermittelt hat.

Im Umland sieht es anders aus. In Pulheim, Hürth und den übrigen Orten im Westnetz-Gebiet kostet die Grundversorgung 37,39 ct je kWh, im Regionetz-Gebiet von Rösrath 36,99 ct. Mit denselben 2.491 kWh Eigenverbrauch fällt die Ersparnis dort entsprechend höher aus als in unserem Kölner Beispiel.

Wie sich der Strompreis in den nächsten 20 Jahren entwickelt, weiß niemand verlässlich. Deshalb rechnen wir mit dem heutigen Preis und sagen dazu, dass jede Änderung den Eigenverbrauch stärker trifft als die Einspeisung, deren Satz fest ist.

Was Speicher, Dachrichtung und Verbrauch ändern

Speicher, Dachrichtung und Tagesverbrauch verschieben vor allem das Verhältnis von Eigenverbrauch zu Einspeisung. Am Ertrag selbst ändert nur die Dachrichtung etwas.

Mit einem Speicher steigt der Eigenverbrauch laut Verbraucherzentrale auf 50 bis 60 %. Dafür kostet der Speicher 360 bis 510 € je kWh, und beim Ein- und Ausspeichern gehen rund 20 % der Energie verloren. Welche Größe zu Ihrem Verbrauch passt, steht im Ratgeber Speichergröße berechnen.

Ein Ost- oder Westdach liefert in Köln 829 beziehungsweise 808 kWh je kWp, rund 20 % weniger als ein Süddach. Der Strom verteilt sich dafür stärker auf Vormittag und Nachmittag, was zu Haushalten passt, die morgens und abends viel verbrauchen; die Monatswerte stehen beim Photovoltaik-Ertrag in Köln. Eine Wallbox oder eine Wärmepumpe erhöht den Eigenverbrauch ebenfalls, sofern sie dann läuft, wenn die Sonne scheint.

Was die Rechnung nicht enthält

Die Rechnung oben ist eine Momentaufnahme mit festen Werten. Mehrere Punkte lässt sie bewusst weg, und die meisten davon senken den Nutzen im echten Betrieb etwas.

  • 60-%-Grenze. Ohne Smart Meter und Steuerbox speisen neue Anlagen unter 25 kW höchstens 60 % ihrer Modulleistung ein. An sonnigen Mittagen kann dadurch ein Teil des Stroms nicht ins Netz.
  • Negative Börsenpreise. In Viertelstunden mit negativem Preis gibt es 0 ct Vergütung. Der Ausfall wird am Ende der Laufzeit zur Hälfte als Verlängerung angehängt.
  • Alterung der Module. Fraunhofer ISE hat rund 0,15 % Leistungsverlust pro Jahr gemessen, die Rechnung geht von gleichbleibendem Ertrag aus.
  • Smart-Meter-Kosten. Bei 8 kWp ist das intelligente Messsystem Pflicht, sein Preis ist auf 130 € im Jahr begrenzt (§ 30 MsbG).
  • Wartung und Ersatzteile. Eine Prüfung spätestens alle 5 Jahre und ein möglicher Tausch des Wechselrichters während der Laufzeit kosten Geld, das hier nicht abgezogen ist.
  • Schwankende Jahre. Der Kölner Ertrag weicht von Jahr zu Jahr um rund 56 kWh je kWp vom Mittel ab.

Wer die laufenden Kosten mit einrechnen will, zieht vom Nutzen mindestens die Kosten des Smart Meters ab. Mehr zur Einspeisegrenze und zum Zähler steht unter Smart Meter und 60-%-Grenze.

Wie lange die Anlage Strom liefert

Module liefern laut Verbraucherzentrale 20 bis 30 Jahre und länger gute Leistung. Die Einspeisevergütung läuft 20 Jahre plus den Rest des ersten Jahres, der Satz von 7,70 ct ist für diese Zeit fest.

Hersteller geben auf Module eine Produktgarantie von bis zu 10 Jahren und eine Leistungsgarantie von bis zu 30 Jahren. Ein Speicher hält 10 bis 15 Jahre, er ist also das Teil, das am ehesten ein zweites Mal gekauft wird. Was nach dem Ende der festen Vergütung gilt, erklärt der Ratgeber zur Einspeisevergütung 2026.

Wie viele Jahre es dauert, bis die Anschaffung wieder hereingekommen ist, hängt an jeder einzelnen Annahme der Tabelle. Deshalb rechnen wir das für Ihr Haus mit Ihren eigenen Zahlen und nicht mit einer Faustregel.

Was das für Ihr Haus in Köln heißt

Für eine erste eigene Schätzung brauchen Sie drei Angaben: die Dachrichtung, Ihren Jahresverbrauch aus der Stromrechnung und Ihren Arbeitspreis je kWh. Mit dem Kölner Ertrag von 1.038 kWh je kWp für ein Süddach lässt sich die Rechnung oben für jede Anlagengröße wiederholen.

Wie viel Fläche Ihr Dach hergibt, zeigt das Solarkataster der Stadt unter solarkataster.koeln, mit einem eigenen Wirtschaftlichkeitsrechner. Was eine Anlage in anderen Größen kostet, steht bei den Kosten einer Photovoltaikanlage.

Im ersten Termin, der für Sie kostenlos ist, setzen wir Ihre Werte in diese Rechnung ein: Verbrauch, Tarif, Dachfläche und auf Wunsch Speicher oder Wallbox. Danach wissen Sie, mit welchem Nutzen Sie bei Ihrem Haus rechnen können, und bekommen ein Angebot mit allen Posten. Den Termin vereinbaren Sie über das Formular oder per Mail an kontakt@photovoltaik-anlage-koeln.de.

Häufige Fragen

Lohnt sich das 2026 überhaupt noch, wo die Einspeisevergütung so wenig bringt?

Der größere Teil des Nutzens kommt aus dem Strom, den Sie selbst verbrauchen. Jede selbst genutzte kWh spart in der Kölner Grundversorgung 31,48 ct, eine eingespeiste bringt 7,70 ct.

Nach wie vielen Jahren hat sich die Anlage bezahlt gemacht?

Das hängt an Preis, Eigenverbrauch, Strompreis und laufenden Kosten, deshalb nennen wir keine pauschale Zahl. Im ersten Termin rechnen wir es mit Ihrem Verbrauch, Ihrem Tarif und dem Angebot für Ihr Dach.

Unser Dach geht nach Osten und Westen. Rechnet sich das trotzdem?

Ost- und Westdächer liefern in Köln 829 und 808 kWh je kWp im Jahr, rund 20 % weniger als ein Süddach. Dafür verteilt sich der Strom über den Tag, was gut zu einem Haushalt passt, der morgens und abends verbraucht.

Wie viel Strom bringt eine Anlage in Köln im Jahr?

Ein Süddach mit 35 Grad Neigung liefert nach PVGIS 1.038 kWh je kWp im Jahr. Eine Anlage mit 8 kWp kommt damit auf rund 8.304 kWh, wobei einzelne Jahre um rund 56 kWh je kWp nach oben oder unten abweichen.

Wie viel bringt ein Speicher zusätzlich?

Mit Speicher steigt der Eigenverbrauch laut Verbraucherzentrale auf 50 bis 60 %, ohne Speicher sind es 20 bis 30 %. Dagegen stehen 360 bis 510 € je kWh Speicherkapazität und Verluste von rund 20 % beim Ein- und Ausspeichern.

Wir sind tagsüber beide bei der Arbeit. Rechnet sich das dann noch?

Wenn tagsüber wenig verbraucht wird, geht mehr Strom zu 7,70 ct ins Netz und der Anteil der Ersparnis sinkt. Ein Speicher, eine Wallbox mit Zeitsteuerung oder Geräte, die mittags laufen, holen davon einen Teil zurück.

Welche Kosten habe ich im Jahr, wenn die Anlage läuft?

Bei 8 kWp ist ein Smart Meter Pflicht, der bis zu 130 € im Jahr kosten darf. Dazu kommt eine Prüfung durch einen Fachbetrieb spätestens alle 5 Jahre, die Finanztip mit rund 10 € je kW zuzüglich Anfahrt ansetzt.

Wird die Anlage mit den Jahren schwächer?

Ja, aber langsam. Fraunhofer ISE hat an Aufdachanlagen eine Alterung von rund 0,15 % pro Jahr gemessen, die Hersteller sichern meist höchstens 10 bis 15 % Leistungsverlust über 25 bis 30 Jahre zu.

Ich habe ein E-Auto. Ändert das die Rechnung?

Ja, weil Sie mehr Solarstrom selbst verbrauchen können, wenn das Auto tagsüber an der Wallbox lädt. Jede kWh, die so ins Auto geht statt ins Netz, ist in Köln gut viermal so viel wert.

Ist Strom in Köln billiger als anderswo?

Die Grundversorgung im RheinNetz-Gebiet kostet 31,48 ct je kWh, der Bundesschnitt liegt laut BDEW bei 37,0 ct. Im Westnetz-Gebiet, etwa in Pulheim oder Hürth, sind es 37,39 ct.

Zwei Paar Hände über einem Dachplan mit eingezeichneten Modulflächen, daneben ein Tablet
Unverbindlich, Antwort am nächsten Werktag

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