Eine Solaranlage auf einem Süddach mit 35 Grad Neigung erzeugt in Köln im Mittel 1.038 kWh je kWp im Jahr. So rechnet PVGIS, das Ertragswerkzeug der EU-Kommission, mit langjährigen Wetterdaten für Köln. Ost- und Westdächer liefern rund 20 % weniger. Eine Anlage mit 8 kWp kommt auf dem Süddach auf 8.304 kWh im Jahr, eine mit 10 kWp auf 10.380 kWh.
Photovoltaik-Ertrag in Köln: kWh je kWp nach Ausrichtung und Neigung
Wie viel Strom eine Solaranlage in Köln liefert, hängt vor allem von Ausrichtung und Neigung des Dachs ab. Auf einem Süddach sind es nach PVGIS 1.038 kWh je kWp im Jahr.
oder per E-Mail: kontakt@photovoltaik-anlage-koeln.deErtrag nach Ausrichtung und Neigung
Am meisten liefert ein Dach nach Süden mit 35 bis 39 Grad Neigung, rund 1.040 kWh je kWp. Die kWp-Zahl beschreibt die Spitzenleistung der Module unter Normbedingungen, der Wert in der Tabelle ist also der Jahresertrag je Kilowatt Modulleistung.
| Dach in Köln | Ertrag je kWp im Jahr | Juni | Dezember |
|---|---|---|---|
| Süd, 39 Grad (höchster Wert) | 1.040 kWh | – | – |
| Süd, 35 Grad | 1.038 kWh | 126 kWh | 31 kWh |
| Ost, 35 Grad | 829 kWh | – | 14 kWh |
| West, 35 Grad | 808 kWh | – | 14 kWh |
| Flachdach Ost-West, 10 Grad | 861 kWh (Ost 864, West 857) | – | – |
| waagerecht | 866 kWh | – | – |
Quelle: PVGIS 5.3 der EU-Kommission, Koordinaten Köln-Innenstadt, 14 % Systemverluste, abgerufen am 12.10.2026. Der Ost-West-Wert ist aus beiden Dachseiten gemittelt.
Zwischen 35 und 39 Grad ändert sich in Köln kaum etwas (1.038 gegen 1.040 kWh je kWp), die übliche Neigung eines Satteldachs passt also gut. Ein Ost- oder Westdach liefert rund ein Fünftel weniger, verteilt den Strom aber auf Vormittag und Nachmittag. Für Monatswerte anderer Ausrichtungen können Sie die Abfrage in PVGIS selbst mit Ihrer Dachneigung wiederholen.
Auf einem Flachdach stellen wir die Module meist flach nach Osten und Westen auf. Das Feld liefert 861 kWh je kWp und damit weniger als ein Süddach mit 1.038 kWh, dafür passen mehr Module auf dieselbe Fläche. Wie die Montage mit Ballast statt Bohrungen aussieht, steht bei Photovoltaik auf dem Flachdach.
Was eine 8- und eine 10-kWp-Anlage in Köln liefert
Eine Anlage mit 8 kWp erzeugt auf einem Kölner Süddach 8.304 kWh im Jahr, eine mit 10 kWp 10.380 kWh. Gerechnet ist jeweils Anlagengröße mal Ertrag je kWp aus der Tabelle oben.
| Dach | Rechnung 8 kWp | Ertrag 8 kWp | Rechnung 10 kWp | Ertrag 10 kWp |
|---|---|---|---|---|
| Süd, 35 Grad | 8 × 1.038 | 8.304 kWh | 10 × 1.038 | 10.380 kWh |
| Ost, 35 Grad | 8 × 829 | 6.632 kWh | 10 × 829 | 8.290 kWh |
| West, 35 Grad | 8 × 808 | 6.464 kWh | 10 × 808 | 8.080 kWh |
| Flachdach Ost-West, 10 Grad | 8 × 861 | 6.888 kWh | 10 × 861 | 8.610 kWh |
Gerechnet haben wir mit den PVGIS-Werten für Köln, Stand 12.10.2026. Verschattung durch Gauben, Bäume oder Nachbarhäuser ist nicht berücksichtigt.
Eine Anlage mit 8 kWp liegt damit auch auf einem Ost- oder Westdach deutlich über dem Verbrauch eines Haushalts mit 3.500 kWh, mit dem der BDEW seinen Durchschnittspreis rechnet. Die Größe richtet sich deshalb meist nach der nutzbaren Dachfläche und dem Budget. Welche Größen auf Einfamilienhäusern üblich sind, steht bei Photovoltaik für das Einfamilienhaus.
Beispiel. Für 8 kWp auf einem Süddach haben wir den Ertrag in Geld umgerechnet. Bei 30 % Eigenverbrauch zum Kölner Grundversorgungspreis von 31,48 ct und Einspeisung des Rests zu 7,70 ct kommen rund 1.230 € im Jahr zusammen. Alle Annahmen dieser Rechnung stehen im Ratgeber Lohnt sich Photovoltaik in Köln?.
Sommer und Winter: Juni gegen Dezember
Im Juni erzeugt ein Kölner Süddach 126 kWh je kWp, im Dezember 31 kWh, also rund ein Viertel. Bei Ost- und Westdächern fällt der Dezember mit 14 kWh je kWp noch deutlicher ab.
Eine Anlage mit 10 kWp nach Süden kommt damit im Juni auf rund 1.260 kWh (10 × 126) und im Dezember auf rund 310 kWh (10 × 31). Bei 8 kWp sind es 1.008 und 248 kWh. Der größte Teil des Jahresertrags entsteht von April bis September, während der Haushalt im Winter mehr Strom braucht.
Das hat Folgen für die Planung. Ein Speicher wird im Winter selten voll, und wer eine Wärmepumpe betreibt, bezieht den Heizstrom im Januar überwiegend aus dem Netz. Wie Sie den Speicher passend zum Verbrauch auslegen, steht bei Speichergröße berechnen, die Frage nach der Heizung im Ratgeber PV-Anlage und Wärmepumpe.
Wie stark schwankt der Ertrag von Jahr zu Jahr?
PVGIS nennt für ein Kölner Süddach eine Schwankung von ±56 kWh je kWp um den Mittelwert von 1.038 kWh. In den meisten Jahren liegt der Ertrag also zwischen 982 und 1.094 kWh je kWp.
Bei 10 kWp sind das rund 560 kWh mehr oder weniger als im Mittel, bei 8 kWp rund 450 kWh. Für eine Wirtschaftlichkeitsrechnung über 20 Jahre zählt der Mittelwert, weil sich gute und schwache Jahre ausgleichen.
Köln hat nach Angaben der Stadt rund 1.500 Sonnenstunden im Jahr. Auf eine waagerechte Fläche treffen nach PVGIS 1.106 kWh Sonnenenergie je m² und Jahr. Ein geneigtes Süddach fängt mehr davon ein als eine flache Fläche, deshalb liegt sein Ertrag über dem waagerechten Wert von 866 kWh je kWp.
Wie viel Dachfläche braucht ein kWp?
Je kWp brauchen Sie nach der Verbraucherzentrale 5 bis 7 m² Dachfläche. Für 8 kWp sind das 40 bis 56 m², für 10 kWp 50 bis 70 m².
Gemeint ist die Fläche, die nach Abzug von Fenstern, Gauben, Kamin und Randabständen übrig bleibt. Auf einem Reihenhaus mit kleinem Süddach reicht sie oft nicht für 10 kWp. Dann rechnen wir ein zweites Dachfeld oder ein Garagendach mit ein, sofern dort kein Schatten stört.
Wie viel verliert eine Anlage über die Jahre?
Fraunhofer ISE hat an Aufdachanlagen eine Alterung der Module von rund 0,15 % pro Jahr gemessen. Nach 20 Jahren liefert eine Anlage damit rund 3 % weniger als im ersten Jahr (20 × 0,15 %).
Bei 10 kWp auf einem Süddach sinkt der Ertrag damit von 10.380 kWh auf gut 10.000 kWh im Jahr. Die Leistungsgarantien der Hersteller lassen üblicherweise bis zu 10 bis 15 % Verlust über 25 bis 30 Jahre zu, die gemessene Alterung bleibt deutlich darunter.
Schmutz kostet nach Verbraucherzentrale und Finanztip 1 bis 2 % Ertrag. Ab 25° Neigung reinigt der Regen die Module meist ausreichend, flach aufgeständerte Felder sehen wir uns bei der Wartung genauer an.
Weitere Abzüge entstehen durch Schatten und Wärme. Schon ein Schornstein oder eine Gaube kann einzelne Module am Vormittag verschatten, und an heißen Sommertagen arbeiten die Module etwas schlechter als an kühlen, sonnigen Frühlingstagen. PVGIS rechnet bereits mit 14 % Systemverlusten für Kabel, Wechselrichter und Verschmutzung und berücksichtigt die Temperatur der Module. Schatten von Gebäudeteilen und Bäumen ist darin nicht enthalten und wird für jedes Dach einzeln bewertet.

Den Ertrag für das eigene Dach ermitteln
Am genauesten wird die Zahl für Ihr Dach, wenn Ausrichtung, Neigung und Verschattung vor Ort aufgenommen werden. Einen ersten Anhalt gibt das Solarkataster der Stadt Köln, das seit März 2024 für jedes Kölner Dach die Eignung zeigt.
Im ersten Termin messen wir Dachneigung und Ausrichtung, sehen uns Schatten von Bäumen, Gauben und Nachbarhäusern an und rechnen den Ertrag mit diesen Daten. Das Ergebnis steht im Angebot als Jahresertrag in kWh, damit Sie es mit der Tabelle oben vergleichen können. Für Gewerbedächer mit großen Flächen rechnen wir ebenso, mehr dazu bei Photovoltaik für Gewerbe.
Was wir für Ihre Ertragsrechnung brauchen
Für eine erste Ertragsschätzung genügen uns die Himmelsrichtung des Dachs, ungefähr die Neigung und ein Foto, auf dem Schatten zu sehen sind. Den genauen Wert rechnen wir, nachdem wir das Dach angesehen haben. Schreiben Sie uns die Angaben über das Formular oder per Mail an kontakt@photovoltaik-anlage-koeln.de. Den ersten Termin, ob bei Ihnen oder per Video, berechnen wir nicht.
Häufige Fragen
Wie viel Strom bringt eine 10-kWp-Anlage hier in Köln im Jahr?
Auf einem Süddach mit 35 Grad Neigung rechnet PVGIS mit 1.038 kWh je kWp, also 10.380 kWh im Jahr. Auf einem reinen Ost- oder Westdach sind es 8.290 beziehungsweise 8.080 kWh.
Unser Dach geht nach Osten und Westen. Lohnt sich das trotzdem?
Ost- und Westdächer liefern in Köln rund 20 % weniger als ein Süddach, dafür verteilt über den Tag. Morgens kommt der Strom von der Ostseite, nachmittags von der Westseite, und das passt gut zu einem Haushalt, der zu beiden Zeiten Strom braucht.
Mit wie viel kWh pro kWp kann ich in Köln rechnen?
PVGIS gibt für Köln je nach Dach zwischen 808 kWh je kWp (West, 35 Grad) und 1.040 kWh je kWp (Süd, 39 Grad) an. Für ein Süddach mit üblicher Neigung sind 1.038 kWh ein guter Planungswert.
Wie viel Dachfläche brauche ich für 8 kWp?
Die Verbraucherzentrale rechnet mit 5 bis 7 m² je kWp. Für 8 kWp sind das 40 bis 56 m² nutzbare Dachfläche ohne Fenster, Kamin und Randabstände.
Was liefert die Anlage im Winter?
Im Dezember erzeugt ein Kölner Süddach 31 kWh je kWp, ein Ost- oder Westdach 14 kWh. Im Juni sind es auf dem Süddach 126 kWh je kWp.
Ist ein schlechtes Jahr ein großer Unterschied?
PVGIS nennt für Köln eine Schwankung von ±56 kWh je kWp um den Mittelwert. Bei 10 kWp auf dem Süddach sind das rund 560 kWh mehr oder weniger als die 10.380 kWh im Mittel.
Lässt die Leistung der Module mit den Jahren nach?
Ja, gemessen wurden laut Fraunhofer ISE rund 0,15 % pro Jahr. Nach 20 Jahren liefert eine Anlage damit rund 3 % weniger als im ersten Jahr.
Muss ich die Module putzen lassen, damit der Ertrag stimmt?
Ab 25° Neigung reinigt der Regen die Module meist ausreichend. Der Ertragsverlust durch Schmutz liegt nach Verbraucherzentrale und Finanztip bei 1 bis 2 %.
Wo kann ich den Ertrag für mein eigenes Dach nachsehen?
Das Solarkataster der Stadt Köln zeigt für jedes Dach die Eignung und hat einen Wirtschaftlichkeitsrechner. Für eigene Rechnungen mit Ausrichtung und Neigung eignet sich PVGIS der EU-Kommission.
Bringt ein Flachdach weniger als ein Schrägdach?
Ein flach aufgeständertes Ost-West-Feld mit 10 Grad liefert in Köln 861 kWh je kWp, ein Süddach mit 35 Grad 1.038 kWh. Dafür passen auf das Flachdach meist mehr Module, weil sie sich kaum gegenseitig verschatten.
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