Ein vollständiges Angebot führt Module mit Leistung, Wechselrichter, Speicher mit nutzbarer Kapazität, Unterkonstruktion, Gerüst, Zählerschrank, Anmeldung und Smart Meter als eigene Zeilen auf. Den Preis der Anlage ohne Speicher teilen Sie durch die Leistung in kWp, also die Spitzenleistung der Module unter Normbedingungen. Das Ergebnis legen Sie neben die Mittelwerte der Verbraucherzentrale NRW, die 71 Angebote aus der Zeit von Januar 2025 bis August 2026 ausgewertet hat. Für Anlagen über 9 bis 10 kWp kam sie auf 1.410 € je kWp.
Photovoltaik-Angebot prüfen: Posten für Posten zum fairen Vergleich
Ein Angebot für eine Photovoltaikanlage in Köln prüfen Sie an den Einzelposten und am Preis je kWp. Bei 9 bis 10 kWp lag der Mittelwert der VZ NRW bei 1.410 € je kWp.
oder per E-Mail: kontakt@photovoltaik-anlage-koeln.deWelche Posten muss ein PV-Angebot einzeln nennen?
Jeder Posten, der den Preis oder den Ertrag beeinflusst, gehört als eigene Zeile ins Angebot. Fehlt eine Zeile, klären Sie vor der Unterschrift, ob die Leistung im Gesamtpreis steckt oder später berechnet wird.
| Posten | Was drinstehen sollte | Warum es zählt |
|---|---|---|
| Module | Hersteller, Typ, Anzahl, Leistung je Modul in Wp, Gesamtleistung in kWp | Die kWp-Zahl ist die Grundlage jedes Preisvergleichs |
| Wechselrichter | Hersteller, Typ, Leistung in kW | Er muss zur Modulfläche und zu einem späteren Speicher passen |
| Speicher | nutzbare Kapazität in kWh, Hersteller, Typ | Preise je kWh beziehen sich auf die nutzbare Kapazität |
| Unterkonstruktion | System, Befestigung am Dach, beim Flachdach Ballast | entscheidet über Bohrungen in der Dachhaut und die Dachlast |
| Gerüst | eigene Zeile oder ausdrücklich im Montagepreis | fällt bei fast jeder Dachanlage an |
| Zählerschrank | ob umgebaut oder erneuert wird, mit Preis | Die Mittelwerte der Verbraucherzentrale enthalten keine Elektrik-Erneuerung |
| Anmeldung | Netzbetreiber und Hilfe beim Marktstammdatenregister | Beide Meldungen haben Fristen |
| Smart Meter | Hinweis auf die Pflicht ab über 7 kW | laufende Kosten beim Messstellenbetreiber |
| Umsatzsteuer | 0 % auf Anlage, Speicher und Montage | Wallbox und Wartungsvertrag tragen 19 % |
| Inbetriebnahme | Anschluss, Einweisung, Zugang zur Anlagenüberwachung | Sie sehen später selbst, was die Anlage liefert |
Ein Angebot mit diesen Zeilen lässt sich neben jedes andere legen. Steht dagegen nur eine Pauschale auf dem Papier, bitten Sie um eine Aufschlüsselung nach Posten. Diese Bitte ist üblich, und ein Betrieb, der seine Anlage kalkuliert hat, kann sie ohne großen Aufwand erfüllen.
Wie ordne ich den Preis je kWp ein?
Teilen Sie den Preis der Anlage ohne Speicher durch die Gesamtleistung in kWp und vergleichen Sie das Ergebnis mit dem Mittelwert der passenden Größenklasse. Die Klassen stammen aus der Auswertung der Verbraucherzentrale NRW.
| Anlagengröße | Mittelwert je kWp ohne Speicher |
|---|---|
| 4 bis 6 kWp | 2.090 € |
| über 6 bis 8 kWp | 1.820 € |
| über 8 bis 9 kWp | 1.520 € |
| über 9 bis 10 kWp | 1.410 € |
| über 10 bis 12 kWp | 1.290 € |
| über 12 bis 14 kWp | 1.240 € |
| über 14 bis 16 kWp | 1.220 € |
| über 16 kWp | 1.010 € |
Mittelwerte aus 71 Angeboten, ausgewertet von der Verbraucherzentrale NRW für Januar 2025 bis August 2026 (Stand 28.08.2026). Für Anlagen bis 30 kWp auf Wohngebäuden fällt keine Umsatzsteuer an (§ 12 Abs. 3 UStG).
Mit der Größe sinkt der Preis je kWp, weil Gerüst, Anmeldung und Anfahrt bei jeder Anlage ähnlich viel Arbeit machen. Eine Anlage mit 5 kWp liegt deshalb im Mittel bei 2.090 € je kWp, eine mit 15 kWp bei 1.220 €. Innerhalb einer Klasse ist die Spanne laut Verbraucherzentrale groß. Ein Preis über dem Mittelwert ist deshalb ein Anlass, nach den Posten zu fragen, die ihn erklären, etwa einem Notstrom-Umschalter oder einer erneuerten Hauselektrik. Beides ist in den Mittelwerten nicht enthalten. Wie sich die Kosten insgesamt zusammensetzen, zeigt unser Ratgeber zu den Kosten einer Photovoltaikanlage.
Was kostet es bei Ihnen?
Die Zahlen oben sind Richtwerte. Was es bei Ihnen kostet, sagen wir Ihnen nach einem kurzen Gespräch.
Speicherpreise je nutzbarer Kilowattstunde vergleichen
Speicher vergleichen Sie je Kilowattstunde nutzbarer Kapazität, also der Strommenge, die der Speicher tatsächlich abgeben kann. Datenblätter nennen oft zusätzlich eine Bruttokapazität; für den Vergleich zählt sie nicht.
| Nutzbare Kapazität | Mittelwert je kWh |
|---|---|
| 4 bis 6 kWh | 510 € |
| über 6 bis 8 kWh | 480 € |
| über 8 bis 10 kWh | 410 € |
| über 10 bis 12 kWh | 390 € |
| über 12 bis 16 kWh | 360 € |
Mittelwerte je kWh aus 70 Speicherangeboten, die die Verbraucherzentrale NRW von Januar 2025 bis August 2026 gesammelt hat.
Ein Speicher mit 10 kWh nutzbarer Kapazität kommt nach diesen Werten auf rund 4.100 €. Als Richtwert für die Größe nennt die Verbraucherzentrale 1,5 kWh je 1.000 kWh Jahresverbrauch. Wie Sie die passende Größe aus Ihrer Stromabrechnung ableiten, steht im Ratgeber zur Speichergröße.
Garantie und Gewährleistung sind zwei verschiedene Dinge
Die Gewährleistung schuldet der Betrieb, der die Anlage baut, und sie beträgt laut Verbraucherzentrale üblicherweise 5 Jahre. Garantien geben die Hersteller freiwillig, und was sie abdecken, regelt der Garantieschein.
Bei Modulen gibt es zwei Garantien. Die Produktgarantie deckt Material- und Verarbeitungsfehler und läuft bis zu 10 Jahre. Die Leistungsgarantie sichert zu, dass die Module über 25 bis 30 Jahre höchstens 10 bis 15 % ihrer Leistung verlieren. Gemessen hat das Fraunhofer ISE an Aufdachanlagen eine Alterung von rund 0,15 % pro Jahr.
Beim Speicher rechnet die Verbraucherzentrale mit einer Lebensdauer von 10 bis 15 Jahren, bei Modulen mit 20 bis 30 Jahren und länger. Fragen Sie deshalb beim Speicher nach Garantiezeit und Zahl der Ladezyklen, die der Hersteller zusichert. Wichtig für den Ernstfall sind außerdem diese Punkte:
- Wer ist Ihr Ansprechpartner, wenn ein Modul oder der Wechselrichter ausfällt?
- Deckt die Herstellergarantie nur das Ersatzteil oder auch Ausbau, Versand und Montage?
- Muss die Garantie beim Hersteller registriert werden, und wer erledigt das?
- Ist eine Garantieverlängerung ein eigener Vertrag, und steht sie mit 19 % Umsatzsteuer im Angebot?

Stimmt die Ertragsprognose für Köln?
Eine Prognose für ein Kölner Süddach mit 35 Grad Neigung sollte in der Nähe von 1.038 kWh je kWp im Jahr liegen. Diesen Wert gibt das Rechenprogramm PVGIS der EU-Kommission für Köln aus, mit 14 % Systemverlusten.
| Ausrichtung und Neigung | Ertrag je kWp im Jahr |
|---|---|
| Süd, 35 Grad | 1.038 kWh |
| Ost, 35 Grad | 829 kWh |
| West, 35 Grad | 808 kWh |
| Flachdach Ost-West, 10 Grad | 861 kWh |
| waagerecht | 866 kWh |
Quelle: PVGIS 5.3, Standort Köln, abgerufen 12.10.2026.
Von Jahr zu Jahr schwankt der Ertrag eines Süddachs um etwa 56 kWh je kWp nach oben oder unten. Liegt eine Prognose deutlich über den Werten der Tabelle, fragen Sie nach Neigung, Verschattung und angesetzten Verlusten. Die Kölner Werte für jede Ausrichtung mit Monatsverlauf finden Sie im Ratgeber zum Ertrag in Köln.
Genauso wichtig sind die Annahmen der Wirtschaftlichkeitsrechnung. Ohne Speicher nutzt ein Vierpersonenhaushalt laut Verbraucherzentrale 20 bis 30 % des Solarstroms selbst, mit Speicher 50 bis 60 %. Als Strompreis taugen der Grundversorgungstarif der RheinEnergie mit 31,48 ct je kWh oder der BDEW-Schnitt von 37,0 ct. Für eingespeisten Strom gibt es bei Inbetriebnahme bis 31.12.2026 und bis 10 kWp 7,70 ct je kWh. Wie sich daraus eine Rechnung für Ihr Dach ergibt, zeigt der Ratgeber Lohnt sich Photovoltaik in Köln?.
Netz, Zähler und Steuer im Angebot
Das Angebot sollte festhalten, wer die Anlage beim Netzbetreiber anmeldet, wer beim Marktstammdatenregister hilft und wie der Zähler getauscht wird. In Köln ist der Netzbetreiber RheinNetz, im Umland sind es teils Westnetz, Regionetz oder Stadtwerke.
Bei RheinNetz läuft die Anmeldung einer Anlage unter 30 kW über das Einspeiserportal, frühestens 6 Monate und spätestens 6 Wochen vor der Inbetriebnahme. Der Eintrag ins Marktstammdatenregister folgt binnen eines Monats danach. Fehlt er, werden 10 € je kW und Monat fällig, nach dem Nachholen 2 € je kW.
Ab einer Anlagenleistung über 7 kW ist ein Smart Meter mit Steuerbox Pflicht. Für das Messsystem darf der Messstellenbetreiber bei über 7 bis 15 kW höchstens 130 € im Jahr verlangen, für die Steuerbox höchstens 50 € zusätzlich. Neuanlagen unter 25 kW ohne Smart Meter und Steuerbox dürfen nur 60 % ihrer Leistung einspeisen; Einzelheiten stehen im Ratgeber zum Smart Meter.
Auf Module, Wechselrichter, Speicher, Montage und Gerüst fällt bei Anlagen bis 30 kWp auf Wohngebäuden keine Umsatzsteuer an. Steht in diesen Zeilen trotzdem ein Steuerbetrag, fragen Sie nach. Welche Posten ausgenommen sind, erklärt die Seite zur Umsatzsteuer und Einkommensteuer bei Photovoltaik.

Zwei Angebote vergleichen: ein Rechenbeispiel
Vergleichbar werden zwei Angebote erst, wenn Sie den Speicher herausrechnen und beide Anlagen auf den Preis je kWp bringen. Das folgende Beispiel nutzt nur die Mittelwerte der Verbraucherzentrale.
Beispiel. Für ein Einfamilienhaus mit Süddach liegen zwei Angebote vor. Angebot A nennt 8 kWp für rund 14.600 €, Angebot B nennt 10 kWp mit einem Speicher von 10 kWh für 18.200 €. Auf den ersten Blick ist A um einige Tausend Euro günstiger.
Ziehen Sie bei B den Speicher mit rund 4.100 € ab, bleiben 14.100 € für den PV-Teil. Je kWp kostet A damit rund 1.820 € und B 1.410 €. Beide Werte entsprechen dem Mittel ihrer Größenklasse, keines der Angebote ist also auffällig teuer.
Die Frage ist dann, ob die größere Anlage auf Ihr Dach passt und ob Sie den Speicher brauchen. Für jedes kWp rechnet die Verbraucherzentrale mit 5 bis 7 m² Dachfläche. Eine Anlage mit 8 kWp liefert auf einem Kölner Süddach rund 8.304 kWh im Jahr.

Wie unser Angebot aufgebaut ist
Unser schriftliches Angebot führt jeden Posten aus der ersten Tabelle einzeln auf, mit Hersteller, Leistung und Preis. Grundlage ist ein erster Termin bei Ihnen oder per Video, der für Sie kostenlos ist. Dabei sehen wir uns Dach, Zählerschrank und Ihren Verbrauch an.
Liegt Ihnen schon ein Angebot vor, bringen Sie es zum Termin mit oder senden Sie es über das Formular. Wir gehen es mit Ihnen Zeile für Zeile durch. Schicken Sie das Angebot an kontakt@photovoltaik-anlage-koeln.de; wir antworten am nächsten Werktag.
Häufige Fragen
Ist das Gerüst bei so einem Angebot normalerweise schon drin, oder kommt das noch dazu?
Das Gerüst wird bei fast jeder Dachanlage gebraucht und sollte deshalb ausdrücklich im Angebot stehen, als eigene Zeile oder als Teil der Montage. Finden Sie es nirgends, fragen Sie vor der Unterschrift nach, ob es im Gesamtpreis enthalten ist.
Was ist denn ein normaler Preis pro kWp?
Die Verbraucherzentrale NRW hat 71 Angebote ausgewertet. Im Mittel lagen Anlagen über 6 bis 8 kWp bei 1.820 € je kWp, über 9 bis 10 kWp bei 1.410 € und über 16 kWp bei 1.010 €. Je größer die Anlage, desto niedriger der Preis je kWp.
Warum ist die kleine Anlage pro kWp so viel teurer als die große?
Gerüst, Anmeldung, Anfahrt und Elektroanschluss kosten bei 5 kWp fast so viel Arbeit wie bei 12 kWp. Dieser feste Anteil verteilt sich bei einer kleinen Anlage auf weniger kWp, deshalb steigt der Preis je kWp.
Muss im Angebot Mehrwertsteuer stehen?
Für Module, Wechselrichter, Speicher und Montage nicht, solange die Anlage bis 30 kWp groß ist und auf einem Wohnhaus sitzt. Dann gilt der Steuersatz von 0 %. Eine Wallbox oder ein Wartungsvertrag im selben Angebot trägt dagegen 19 %.
Im Angebot steht beim Speicher eine Kapazität. Ist das die, die ich nutzen kann?
Nicht unbedingt. Manche Angebote nennen die Bruttokapazität, die höher ist als die nutzbare. Für den Preisvergleich zählt die nutzbare Kapazität in kWh, und genau die sollte im Angebot stehen.
Wie lange habe ich Gewährleistung, und was ist mit der Garantie?
Die Gewährleistung schuldet der Betrieb, der baut, laut Verbraucherzentrale üblicherweise 5 Jahre. Garantien geben die Hersteller freiwillig, bei Modulen als Produktgarantie bis 10 Jahre und als Leistungsgarantie bis 30 Jahre.
Wie viel Strom sollte die Anlage laut Angebot hier in Köln bringen?
Auf einem Süddach mit 35 Grad Neigung rechnet das EU-Programm PVGIS für Köln mit 1.038 kWh je kWp im Jahr. Ost- und Westdächer liegen bei 829 und 808 kWh. Liegt die Prognose deutlich darüber, fragen Sie nach den Annahmen.
Muss der Zählerschrank immer neu gemacht werden?
Nein, das hängt vom Zustand des vorhandenen Schranks und vom Platz für den neuen Zähler ab. Ob ein Umbau nötig ist und was er kostet, sollte nach der Besichtigung als eigene Zeile im Angebot stehen.
Wer meldet die Anlage bei RheinNetz an, ich oder der Solarbetrieb?
In der Regel übernimmt das der Betrieb, der die Anlage baut. Im Angebot sollte das ausdrücklich stehen, dazu die Hilfe beim Eintrag ins Marktstammdatenregister, der binnen eines Monats nach Inbetriebnahme fällig ist.
Kann ich Ihnen ein Angebot von einer anderen Firma schicken, damit Sie es sich ansehen?
Ja. Schicken Sie es per Mail oder über das Formular, gern mit Ihrer letzten Stromabrechnung. Wir gehen die Posten mit Ihnen durch und sagen Ihnen, welche Zeilen fehlen oder nachgefragt werden sollten.
Ihre Solaranlage für Köln
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