Eine PV-Anlage in Köln deckt den Strombedarf einer Wärmepumpe vor allem im Frühjahr, Sommer und Herbst. Im Dezember erzeugt ein Süddach nach PVGIS 31 kWh je kWp, im Juni 126 kWh. Auf Ost- und Westdächern sind es im Dezember 14 kWh je kWp. Den größten Teil des Heizstroms im Winter beziehen Sie deshalb weiter aus dem Netz, und für diesen Teil senkt § 14a bei RheinNetz das Netzentgelt.
PV-Anlage und Wärmepumpe: was das Dach im Winter für die Heizung liefert
Eine PV-Anlage in Köln liefert einen Teil des Stroms für die Wärmepumpe, vor allem außerhalb der Heizsaison. Im Dezember erzeugt ein Süddach 31 kWh je kWp.
oder per E-Mail: kontakt@photovoltaik-anlage-koeln.deWie viel Strom liefert die PV-Anlage im Winter?
Eine Anlage mit 10 kWp nach Süden erzeugt in Köln im Dezember rund 310 kWh, im Juni rund 1.260 kWh. Nach Osten oder Westen sind es im Dezember rund 140 kWh.
| Zeitraum | Süd, 35 Grad, je kWp | 10 kWp Süd | Ost oder West, 35 Grad, je kWp | 10 kWp Ost oder West |
|---|---|---|---|---|
| Juni | 126 kWh | 1.260 kWh (10 × 126) | – | – |
| Dezember | 31 kWh | 310 kWh (10 × 31) | 14 kWh | 140 kWh (10 × 14) |
| ganzes Jahr | 1.038 kWh | 10.380 kWh (10 × 1.038) | 829 kWh (Ost) / 808 kWh (West) | 8.290 / 8.080 kWh |
Quelle: PVGIS 5.3 der EU-Kommission für Köln, abgerufen am 12.10.2026, eigene Rechnung für 10 kWp.
Eine Wärmepumpe braucht den meisten Strom von November bis Februar. In diesen Monaten liefert das Dach am wenigsten, und auch dieser Strom geht zuerst an Kühlschrank, Licht und Herd.
Auf einem Ost- oder Westdach fällt der Dezember noch schwächer aus. Mit 14 kWh je kWp liefert es im Winter weniger als die Hälfte des Süddachs, übers Jahr aber nur rund 20 % weniger. Für die Heizung zählt deshalb vor allem die Fläche, die Sie belegen können. Wie sich der Ertrag über das Jahr verteilt, steht ausführlich im Ratgeber Photovoltaik-Ertrag in Köln.
Wann die Wärmepumpe Solarstrom vom Dach nutzt
Den größten Anteil Solarstrom bekommt die Wärmepumpe beim Warmwasser im Sommer und in der Übergangszeit im März, April und Oktober. In diesen Monaten erzeugt das Dach mittags oft mehr Strom, als der Haushalt braucht, und die Wärmepumpe kann genau dann laufen.
Damit die Wärmepumpe den Überschuss gezielt nutzt, braucht sie eine Steuerung. Viele Geräte haben dafür eine Schnittstelle, über die ein Energiemanager im Haus sie einschaltet, sobald die Anlage mehr erzeugt als verbraucht wird. Die Wärme landet dann im Warmwasser- oder Pufferspeicher und steht am Abend zur Verfügung.
Ob Ihre Wärmepumpe diese Schnittstelle hat, steht im Datenblatt oder lässt sich beim Heizungsinstallateur erfragen. Wir verbinden den Energiemanager der PV-Anlage mit der Wärmepumpe, wenn beide Seiten dafür ausgelegt sind.
Hilft ein Stromspeicher bei der Wärmepumpe?
Ein Stromspeicher verschiebt Solarstrom vom Mittag in den Abend und hilft der Wärmepumpe deshalb vor allem in Frühjahr und Herbst. Im Dezember und Januar erzeugt das Dach selten genug Überschuss, um ihn zu füllen.
Für die Größe des Speichers gilt deshalb derselbe Richtwert wie ohne Wärmepumpe, gerechnet mit dem Haushaltsstrom. Wie Sie ihn anwenden, steht im Ratgeber Speichergröße berechnen. Einen größeren Speicher nur wegen der Heizung planen wir in der Regel nicht.
Wie groß sollte die PV-Anlage mit Wärmepumpe sein?
Kommt eine Wärmepumpe dazu, nutzen wir die geeignete Dachfläche meist vollständig. Der zusätzliche Verbrauch fällt in sonnenarmen Monaten an, und jedes weitere kWp liefert auch im Winter etwas mehr.
Für eingespeisten Strom gibt es bei Inbetriebnahme bis 31.12.2026 bis 10 kWp 7,70 ct je kWh, für den Anteil zwischen 10 und 40 kWp 6,66 ct. Eine Anlage mit 15 kWp kommt so auf eine Mischvergütung von 7,35 ct je kWh ((10 × 7,70 + 5 × 6,66) / 15). Netzstrom kostet in der Kölner Grundversorgung 31,48 ct je kWh, jede selbst genutzte kWh ist also deutlich mehr wert als eine eingespeiste.
Bis 30 kWp fällt auf Anlage, Speicher und Montage an Wohngebäuden keine Umsatzsteuer an, und die Einnahmen bleiben einkommensteuerfrei. Was dabei genau gilt, steht unter Photovoltaik steuerfrei. Die Wärmepumpe selbst ist kein Teil der PV-Anlage und trägt 19 % Umsatzsteuer.

§ 14a bei RheinNetz: Modul 1 oder Modul 2
Für eine Wärmepumpe, die der Netzbetreiber steuern darf, zahlen Sie weniger Netzentgelt. Zur Wahl stehen bei RheinNetz 2026 vor allem zwei Module, ein fester Rabatt im Jahr (Modul 1) oder ein niedrigerer Preis je kWh mit eigenem Zähler (Modul 2). Ein drittes Modul mit Netzentgelten, die nach Tageszeit wechseln, gibt es nur zusammen mit Modul 1.
| Modul 1 | Modul 2 | |
|---|---|---|
| Was sinkt | Netzentgelt pauschal | Netz-Arbeitspreis je kWh der Wärmepumpe |
| Betrag bei RheinNetz 2026 | 113,74 € brutto weniger im Jahr | 1,80 ct statt 4,50 ct je kWh (brutto) |
| Zähler | Haushaltszähler reicht | eigener Zähler für die Wärmepumpe |
Quelle: RheinNetz, Netzentgelte Strom ab 01.01.2026, abgerufen am 12.10.2026.
Modul 2 spart 2,70 ct je kWh (4,50 minus 1,80). Den Rabatt von Modul 1 erreicht es erst bei rund 4.200 kWh Wärmepumpenstrom im Jahr (113,74 € geteilt durch 2,70 ct). Darunter bringt Modul 1 mehr, darüber Modul 2, wobei der zweite Zähler eigene Kosten verursacht.
Beispiel. Einfamilienhaus mit Wärmepumpe, für die das Angebot der Heizungsfirma 5.000 kWh Strom im Jahr nennt. Das liegt über der Schwelle von rund 4.200 kWh, Modul 2 bringt hier also rechnerisch mehr als Modul 1. Ob der Vorteil nach den Kosten für den zweiten Zähler bleibt, rechnen wir mit dem Preisblatt Ihres Messstellenbetreibers nach. Bei 3.000 kWh im Jahr läge der Verbrauch unter der Schwelle, und Modul 1 wäre die einfachere Wahl.
Bei Modul 2 hängt die Wärmepumpe an einem eigenen Zähler. Ob sie dann noch Solarstrom vom Dach bekommt, hängt davon ab, wie die Zähler im Schrank verschaltet sind. Das legen wir vor dem Umbau mit dem Heizungsinstallateur und RheinNetz fest.
Zähler, Smart Meter und Steuerbox
Wer eine Wärmepumpe nach § 14a betreibt, bekommt ein intelligentes Messsystem mit Steuerbox. Diese Pflicht steht in § 29 Abs. 1 MsbG und gilt ebenso für PV-Anlagen über 7 kW und für Haushalte mit mehr als 6.000 kWh Verbrauch im Jahr.
Bei Modul 1 genügt in der Regel ein Smart Meter für Haushalt, PV-Anlage und Wärmepumpe. Für eine PV-Anlage über 7 bis 15 kW ist der Preis gesetzlich auf 130 € im Jahr begrenzt. Über die Steuerbox darf RheinNetz die Leistung der Wärmepumpe bei drohender Überlastung des Netzes vorübergehend drosseln, eine Mindestleistung bleibt dabei erhalten.
Im Zählerschrank brauchen Smart Meter, Steuerbox und bei Modul 2 der zweite Zähler Platz. In älteren Häusern reicht der vorhandene Schrank dafür nicht immer, dann wird er erneuert. Was das Smart Meter sonst für die Anlage bedeutet, steht im Ratgeber Smart Meter und 60-%-Grenze. Dieselben Regeln gelten für eine Wallbox mit PV-Überschussladen.

Wofür Sie einen Heizungsinstallateur brauchen
Die Wärmepumpe selbst plant und baut ein Heizungsbaubetrieb ein. Er berechnet die Heizlast des Hauses, wählt Gerät und Leistung aus, schließt den Heizkreis an und nimmt die Anlage in Betrieb.
Wir bauen die PV-Anlage, bereiten Zählerschrank, Smart Meter und Steuerbox vor und verbinden den Energiemanager mit der Wärmepumpe. Den Ablauf stimmen wir mit dem Heizungsinstallateur ab, damit der Zählerschrank nur einmal umgebaut wird.
Was wir beim Haus mit Wärmepumpe übernehmen
Wir rechnen aus, wie viel Strom Ihr Dach über das Jahr liefert und welcher Anteil davon in die Wärmepumpe gehen kann. Dazu prüfen wir, ob Modul 1 oder Modul 2 bei Ihrem Verbrauch mehr bringt, und melden die PV-Anlage bei RheinNetz an. Halten Sie für den ersten Termin die Stromabrechnung und, wenn vorhanden, den geplanten Verbrauch der Wärmepumpe aus dem Angebot für die Heizung bereit.
Ihre Anfrage erreicht uns über das Formular oder per Mail an kontakt@photovoltaik-anlage-koeln.de. Wir melden uns am nächsten Werktag, der erste Termin kostet nichts.
Häufige Fragen
Passt eine Wärmepumpe zu meiner PV-Anlage?
Ja, beide lassen sich gut kombinieren, die Anlage deckt aber vor allem den Strom für Warmwasser und die Übergangszeit. Im Dezember liefert ein Kölner Süddach 31 kWh je kWp, den Großteil des Heizstroms beziehen Sie dann aus dem Netz.
Kann ich mit Solarstrom im Winter heizen?
Nur zu einem kleinen Teil. Eine Anlage mit 10 kWp nach Süden erzeugt im Dezember rund 310 kWh, und davon braucht der Haushalt einen Teil für Licht, Kochen und Geräte.
Was bringt mir § 14a bei RheinNetz?
Mit Modul 1 sinkt Ihr Netzentgelt pauschal um 113,74 € brutto im Jahr. Mit Modul 2 zahlt die Wärmepumpe 1,80 ct statt 4,50 ct Netzentgelt je kWh, dafür braucht sie einen eigenen Zähler.
Welches Modul ist für uns besser, 1 oder 2?
Rechnerisch bringt Modul 2 erst mehr, wenn die Wärmepumpe über rund 4.200 kWh im Jahr verbraucht. Dazu kommen die Kosten des zweiten Zählers, deshalb rechnen wir beide Varianten mit Ihren Werten durch.
Brauche ich für die Wärmepumpe ein Smart Meter?
Ja, wer eine Wärmepumpe nach § 14a betreibt, bekommt ein intelligentes Messsystem mit Steuerbox, so verlangt es § 29 MsbG. Hat Ihre PV-Anlage mehr als 7 kW, ist das Gerät ohnehin Pflicht.
Darf RheinNetz meine Wärmepumpe abschalten?
Der Netzbetreiber darf die Leistung bei drohender Überlastung des Netzes vorübergehend drosseln. Ganz abschalten darf er sie nicht, eine Mindestleistung bleibt immer erhalten.
Wie groß sollte die PV-Anlage sein, wenn eine Wärmepumpe dazukommt?
Wir planen in diesem Fall meist die nutzbare Dachfläche voll aus, weil der Mehrverbrauch vor allem in sonnenarmen Monaten anfällt. Bis 30 kWp bleibt die Anlage von Umsatzsteuer und Einkommensteuer befreit.
Lohnt sich zusätzlich ein Stromspeicher für die Wärmepumpe?
Im Winter kaum, weil das Dach dann selten Überschuss für den Speicher erzeugt. Im Frühjahr und Herbst hilft er, den Strom vom Mittag in den Abend zu bringen.
Bauen Sie auch die Wärmepumpe ein?
Nein, Planung und Einbau der Wärmepumpe übernimmt ein Heizungsbaubetrieb. Wir bauen die PV-Anlage, bereiten Zählerschrank und Steuerung vor und stimmen uns mit ihm ab.
Zahle ich auf die Wärmepumpe auch keine Mehrwertsteuer?
Auf Module, Wechselrichter, Speicher und Montage fallen bei Wohngebäuden 0 % an. Die Wärmepumpe gehört nicht dazu, für sie gelten 19 % Umsatzsteuer.
Ihre Solaranlage für Köln
Schreiben Sie uns kurz, um welches Haus und welches Dach es geht. Wir antworten am nächsten Werktag und schlagen einen Termin vor — Rückmeldung am nächsten Werktag.
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